Perspektive: User Generated Services in Zeiten des Web 2.0
Im Web2.0 spielt „User Generated Content (UGC)“, also von den Nutzern erstellte Inhalte, in jüngster Zeit eine wachsende Rolle. Dabei kann es sich um Fotos (z.B. auf Flickr), Videos (auf YouTube), Musik (z.B.: bei MySpace) oder Texte (z.B. Wikipedia oder Weblogs) handeln. Durch ständige Weiterentwicklung der Benutzeroberflächen und modernen Konzepten zur intuitiven Bedienung wurde erreicht, dass auch Nutzer ohne besondere IT-Kenntnisse eigene Inhalte im Internet veröffentlichen können und damit gleichzeitig die Rolle des Konsumenten und des Produzenten übernehmen. Häufig spricht man in diesem Zusammenhang auch von Prosumenten.
Anders als User Generated Content stellen jedoch User Generated Services bisher höhere Anforderungen an die technische Expertise der Prosumenten. So können über offene Programmierschnittstellen (APIs) bereits jetzt verschiedene Webservices von Nutzern miteinander kombiniert werden sowie durch spezielle Software Development Kits (SDK) neue Anwendungen von Nutzern geschrieben werden.
Viele Firmen und Internetplattformen, darunter Facebook, Apple, und auch Google bieten inzwischen ihre eigenen APIs mit zahlreichen Dokumentationen und Hilfestellungen an, um Nutzer zu motivieren, ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen umzusetzen und gleichzeitig einem weiten Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin entstehen durch die große Anzahl von Nutzern ständig neue Kombinationen von bereits vorhandenen Werbservices, sogenannte Mashups, die die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten zusammenführen und dadurch den Nutzen vergrößern.
Gerade die Erstellung solcher Mashups stellt sich jedoch für viele IT Nutzer als schwierig heraus, da die Arbeit mit unterschiedlichen SDKs und APIs teils große Programmiererfahrung sowie Kenntnisse der Struktur und des Aufbaus der einzelnen Webservices erfordert.
Hier setzen wir mit dem Projekt MAMSplus an, das es als Ziel hat, auch Nicht-IT-Experten die Diensterstellung zu ermöglichen. Dazu wird eine webbasierte Plattform entwickelt, auf der Nutzer die unterschiedlichsten Dienste im Baukastenprinzip und ohne tiefere IT Kenntnisse intuitiv miteinander kombinieren können, um so selbst eigene Dienste zu erstellen.
Ähnliche wie bei MAMS verfolgen derzeit auch beispielsweise Yahoo (mit Yahoo Pipes), Microsoft (Microsoft Popfly) und IBM (Lotus Mashups) Ansätze, browserbasierte, benutzerfreundliche Entwicklungsumgebungen zu entwickeln.
Ein großer Nachteil dieser bereits bestehenden Mashup APIs ist jedoch die hauptsächliche Beschränkung auf internetbasierte Dienste, sowie den PC als einziges Zugangsgerät. Die Schließung der dadurch entstehenden Lücke, der Unterstützung TK-basierter Dienste ist eines der Ziele des MAMS Projektes. Mit Hilfe von flexiblen und einfach kombinierbaren Telekommunikations- und Informationsmodulen können selbst Nicht-IT-Experten in die Lage versetzt werden neue innovative Dienste zu entwickeln und im Internet zu veröffentlichen. Das Projektvorhaben Multi Access Modular Services plus (MAMSplus) stellt hierfür die notwendige Plattform mit Basisdiensten für unterschiedliche Anwendungsbereiche zur Verfügung.



Telematik und Web 2.0 – Chance und Herausforderung für das Gesundheitswesen » MAMS Blog said,
[...] Für das Vertrauen in Gesundheitsinformationen aus dem Internet ist es nach Meinung eines Großteils der Befragten wichtig, dass die Informationsqualität im Internet der eines konventionellen Arztbesuchs entspricht. Telematisch unterstützte Informations- und Schulungsangebote müssen daher den gleichen Qualitätsstandards unterliegen wie konventionelle Behandlungs- und Beratungsmethoden. Sehr viele Potenziale stecken weiterhin in der Einbindung der interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten des Web 2.0, wir berichteten. [...]
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